Bei der Behandlung sexueller Reifungskrisen steht die Unsicherheit der sexuellen Orientierung im Vordergrund der Behandlung. Diese Unsicherheit kann zu starken Ängsten, und depressiven Verstimmungen führen. Sexuelle Reifungskrisen betreffen häufig Jugendliche oder junge Erwachsene, die sich hinsichtlich ihrer homo-, hetero- oder bisexuellen Orientierung nicht sicher sind, aber auch Menschen, die nach einer Zeit scheinbar stabiler sexueller Orientierung die Erfahrung machen, dass sich ihre Orientierung ändert. Das Ziel der Behandlung besteht in der Klärung und Auflösung der sexuellen Reifungskrise und der damit einhergehenden Symptome.
Bei der ichdystonen Sexualorientierung erlebt ein Mann seine sexuelle Ausrichtung als relativ eindeutig, hat aber den starken Wunsch, diese solle wegen der damit verbundenen Probleme und inneren Konflikte anders sein. Das Ziel der Behandlung besteht in der Verringerung oder Löschung homosexuellen Erlebens und Verhaltens und der damit verbundenen Ängste und Depressionen und dem Aufbau der Fähigkeit zu heterosexueller Intimität und heterosexueller Beziehungsfähigkeit. Allerdings kann es bei ausbleibender Veränderung auch darum gehen, dass ein Mann mit seiner homosexuellen Orientierung im Einklang leben kann, sofern er dies wünscht und/oder er die Möglichkeit eine heterosexuelle Liebesfähigkeit zu entwickeln für unmöglich hält.
Eine Störung der sexuellen Orientierung bereitet bei der Aufnahme und Aufrechterhaltung einer Beziehung mit einem Sexualpartner Probleme. Die sexuelle Beziehungsstörung betrifft häufig Männer, die sich von einer Frau angezogen fühlen, jedoch starke Ambivalenzen und Unsicherheiten hinsichtlich ihrer sexuellen Orientierung erleben. Das Ziel der Behandlung besteht in der Klärung und Auflösung der sexuellen Beziehungsstörung und der damit einhergehenden Symptome.
Hier handelt es sich in der Regel um Männer, die aufgrund ihrer Lerngeschichte unkontrollierbare Impulse zu gewalttätigem Verhalten erleben. Häufig erleben diese Männer eine enorme, nicht zu steuernde Anspannung oder Reizbarkeit, die sich schließlich in gewalttätigem Verhalten entlädt. Die Männer leiden stark an ihrem Verhalten, da es häufig ihre Partnerinnen oder Kinder betrifft und eine nicht unerhebliche Gefährdung für diese darstellt. Ziel der Behandlung ist die Löschung gewalttätigen Verhaltens, der Aufbau von Konfliktfähigkeit und der Fähigkeit Spannungen zu ertragen und konstruktiv zu lösen.
Was sie von der therapeutischen Arbeit bei Vorliegen einer sexuellen Orientierungskrise und/oder unerwünschter Homosexualität erwarten können.
Zu Beginn der Therapie werde ich mir ein möglichst genaues Bild ihrer persönlichen Problematik und ihres Anliegens machen. Dann werde ich sie umfassend über die Thematik und die Möglichkeiten einer Therapie aufklären. Diese Aufklärung beinhaltet folgendes:
Ziel der Behandlung ist letztlich, die Fähigkeit mit sich selbst im Einklang zu leben – auf welchem Wege dies geschieht, kann häufig erst im Laufe der Therapie herausgefunden werden.